Philosophia

Brand Identity Guidelines — Version 1.0

Kapitel 01

Marke & Vision

Philosophia ist ein Werkzeug, das dich im Finden von Entscheidungen unterstützt — nicht mit Antworten, sondern mit Perspektiven.

Was ist Philosophia?

Nutzer:innen schildern eine Situation, die sie beschäftigt — ein Dilemma, eine Entscheidung, eine Spannung. Philosophia ruft aus einem kuratierten Korpus philosophischer Texte relevante Blickwinkel ab und stellt diese nebeneinander dar. Keine Empfehlung, keine Bewertung. Die Entscheidung liegt bei der Person.

Das System arbeitet mit einem RAG-Ansatz (Retrieval-Augmented Generation) auf Basis geschlossener, quellenbasierter Texte. Alles, was gezeigt wird, ist verankert — nichts wird erfunden.


Mission

Philosophisches Denken zugänglich machen — nicht als akademische Übung, sondern als praktisches Werkzeug in realen Momenten der Verwirrung.

Vision

Eine Welt, in der Menschen bei schwierigen Entscheidungen innehalten und fragen: Wie würde ein Stoiker das sehen? Was sagt Kant dazu? — nicht aus Intellektualismus, sondern weil es hilft, klarer zu denken.


Werte

Klarheit

Philosophie ist komplex. Philosophia nicht. Jede Aussage muss sofort verständlich sein — ohne Vorkenntnisse.

Tiefe

Kein oberflächlicher Motivationsdiskurs. Die Inhalte haben intellektuelle Substanz — aber in einer Form, die nicht erdrückt.

Ehrlichkeit

Philosophia gibt keine Antworten. Das Werkzeug ist transparent darüber, was es ist: ein Spiegel, kein Orakel.

Zugänglichkeit

Die Plattform funktioniert in einem Moment echter Verwirrung. Das Design muss in genau diesem Moment Vertrauen schaffen und Orientierung geben.

Begründung — Positionierung

Der Markt für „Entscheidungshilfen" ist gefüllt mit Tools, die Ratschläge geben. Philosophia differenziert sich, indem es keine Position einnimmt. Das ist kein Mangel — es ist die Kernaussage. Die Markenidentität muss genau das kommunizieren: Stärke durch Zurückhaltung, Tiefe durch Klarheit. Die Positionierung „Kein Orakel. Kein Coach. Ein Spiegel." ist bewusst negativ formuliert, weil Abgrenzung hier schärfer wirkt als Behauptung.

Das Design ist dabei kein schmückendes Beiwerk. Es ist Teil des Konzepts — es spiegelt die gleiche Haltung wider: klare Struktur, kein Noise, Raum zum Denken.

Kapitel 02

Logo

Das Logo besteht aus zwei Elementen: dem Phi-Signet (Φ) und dem Schriftzug. Beide können getrennt oder gemeinsam eingesetzt werden.

Primäres Logo — Hell auf Dunkel

Philosophia
Primärversion — Tinte-Hintergrund

Sekundäre Version — Dunkel auf Hell

Philosophia
Sekundärversion — Kreide-Hintergrund

Violett-Variante

Philosophia
Akzent-Variante — Nur für Highlights und Covers

Das Signet — Φ

Das Signet ist der griechische Buchstabe Phi (Φ): ein Kreis mit einem vertikalen Strich. Er ist der Anfangsbuchstabe von „Philosophia" — und gleichzeitig ein universelles Symbol in Mathematik, Physik und Philosophie. Formal beschreibt er eine Linse, durch die man etwas betrachtet.

Groß — ab 32px
Mittel — ab 24px
Klein — min. 16px
Minimum 16px

Schutzzone

Um das Logo herum wird ein Freiraum von mindestens der Höhe des Φ-Signets (x) eingehalten. Kein anderes Element darf in diesen Bereich eindringen.

Philosophia

Logo Don'ts

Philosophia
Kein Logo auf Farbverläufen
Philosophia
Kein transparentes / aufgehelltes Logo
Philosophia
Kein Wechsel der Schriftart, keine Mischfarben im Signet
Nicht verzerren oder skalieren — immer proportional
Begründung — Logo

Phi (Φ) ist der naheliegendste und gleichzeitig stärkste Ausgangspunkt: Es ist der erste Buchstabe von „Philosophia", ein mathematisches Symbol für den goldenen Schnitt und formal ein Kreis mit einem Schnitt — ein Sehen, ein Analysieren, ein Durchdenken. Das Signet ist bewusst geometrisch und schlicht gehalten, weil es im Interface genauso stark wirken muss wie auf Papier. Komplexe Logos versagen bei kleinen Größen — ein klares geometrisches Zeichen nicht.

Cormorant Garamond als Wordmark-Schrift bringt klassische Verwurzelung in eine moderne, reduzierte Form. Die Kombination aus geometrischem Signet und klassischer Serifenschrift ist die visuelle Übersetzung des Projekts selbst: alte Gedanken, neue Form.

Kapitel 03

Farbpalette

Das Farbsystem ist radikal reduziert: zwei Neutralfarben als Fundament, ein Akzent als Identitätsträger, drei Abstufungen für System und Hierarchie.

Primärfarben

Tinte
HEX  #0E0E12
RGB  14 / 14 / 18
CMYK 0 / 0 / 0 / 93
Pantone Black C
Kreide
HEX  #FAFAF8
RGB  250 / 250 / 248
CMYK 0 / 0 / 1 / 2
Pantone 9161 C
Violett
HEX  #4A3DE8
RGB  74 / 61 / 232
CMYK 68 / 74 / 0 / 9
Pantone 2726 C

Systemfarben

Schatten
HEX  #2A2A35
RGB  42 / 42 / 53
CMYK 21 / 21 / 0 / 79
Fließtext, sekundäre Inhalte
Nebel
HEX  #9B99A9
RGB  155 / 153 / 169
CMYK 8 / 10 / 0 / 34
Metadaten, Labels, Captions
Asche
HEX  #E8E4DC
RGB  232 / 228 / 220
CMYK 0 / 2 / 5 / 9
Hintergründe, Trennflächen, Karten

Farbverwendung

Tinte + Kreide

Das Standard-Verhältnis. Tinte auf Kreide im Interface, Kreide auf Tinte für Cover, Headers und Highlights. Maximaler Kontrast, maximale Lesbarkeit.

Violett — gezielt einsetzen

Violett markiert: Akzente, aktive Zustände, philosophische Schulen im Interface, Calls to Action. Nie als Flächenfarbe über große Bereiche.

Begründung — Farbe

Violett ist seit der Antike die Farbe der Reflexion, des Geistes, des Transzendierten. In der westlichen Philosophietradition war sie Farbe der Gelehrten und der Kontemplation. Gleichzeitig hat Violett keine starke Assoziation mit einer bestimmten Emotion (wie Rot = Gefahr, Grün = Natur) — es ist offen. Das passt zu einem Tool, das bewusst keine Wertung vornimmt.

Tinte und Kreide schaffen die nötige Reduktion: Das System soll Raum für die eigentlichen Inhalte — die philosophischen Texte — geben, nicht selbst im Vordergrund stehen. Ein reduziertes Farbsystem schafft Konzentration.

Kapitel 04

Typografie

Zwei Schriftfamilien. Eine Spannung. Die Kombination aus klassischer Antiqua und moderner Groteske übersetzt das Kernprinzip des Projekts typografisch.

Schriftfamilien

Display / Headlines
Cormorant Garamond — Regular, Italic, Semibold, Bold
Was soll ich tun?

Großer Titel, Seitentitel, Kapitelüberschriften

Subheadlines
Cormorant Garamond — Semibold
Epiktet über Kontrolle

Abschnittstitel, philosophische Schulenbezeichnungen

Zitat / Intro
Cormorant Garamond — Italic, Regular
„Beherrsche, was du beherrschen kannst."

Philosophische Zitate, einleitende Gedanken

Body / UI
Inter — Regular 400, Medium 500
Die stoische Philosophie unterscheidet zwischen dem, was in unserer Macht steht, und dem, was es nicht tut. Dein Dilemma fällt in eine klare Kategorie — und das verändert, wie du damit umgehst.

Fließtext, Perspektiventexte, Interface-Elemente

Caption
Inter — Regular 400
Quelle: Epiktet, Encheiridion, Kap. 1 — Übersetzt aus dem Griechischen
Label / Eyebrow
Inter — Semibold 600, Letterspacing +12%
Stoizismus · Epiktet

Typografische Hierarchie

H1 56 / -1.5%
H2 36 / -1%
H3 Italic 24 / normal
Body 15 / 165%
Caption 12 / 160%
Label 10 / +12% LS
Begründung — Typografie

Cormorant Garamond ist eine moderne Interpretation der Garamond-Familie — einer der einflussreichsten Schriften der westlichen Druckgeschichte. Sie verbindet höchste typografische Qualität mit einer Ästhetik, die Seriosität und Schönheit gleichzeitig kommuniziert. In großen Größen hat sie eine fast literarische Präsenz. Das ist wichtig: Die philosophischen Inhalte sollen gewichtig klingen.

Inter ist der gegenwärtige Standard für digitale Lesbarkeit. Sie ist neutral, präzise und funktioniert auf jedem Bildschirm. Der Kontrast zu Cormorant ist bewusst stark: Hier entsteht eine visuelle Spannung zwischen alt und neu, zwischen Tiefe und Klarheit — das ist die Spannung des Projekts selbst.

Kapitel 05

Bildsprache & Fotografie

Keine Gesichter, keine Lösungen. Die Bildsprache von Philosophia erzeugt Raum für Denken — nicht Antworten.

Stil & Haltung

Alle Bilder, die im Kontext von Philosophia eingesetzt werden, folgen einem kontemplativen Prinzip: Sie zeigen nicht, sie öffnen. Geometrie, Licht, Stille und Ambiguität sind die Leitparameter.

Stimmung

Ruhig, konzentriert, offen. Ein Bild soll beim Betrachter das Gefühl eines Moments der Stille erzeugen — des Innehaltens.

Farbe

Stark entsättigt oder monochrom. Wenn Farbe, dann innerhalb der Markenpalette. Keine warmen Instagram-Filter, keine übersättigte Farbigkeit.


Do's — Bildmotive

Geometrie, Linien, klare Formen
Licht in Dunkelheit — Epiphanie
Abstrakte Reflexionen, Schatten, Flächen
φ
Buchstaben, Fragmente, Textur

Don'ts — Bildsprache

😊
Keine lächelnden Gesichter, keine Personenfotos
MOTIVATION
Kein motivationaler Ästhetik-Stil (bright, warm, uplifting)
🧠💡
Keine Icons oder Emojis als Bildersatz
STOCK PHOTO
Kein generisches Stockmaterial — keine Konferenzen, Hände, Laptop
Begründung — Bildsprache

Philosophia entsteht in einem Moment echter Verwirrung. Wer in diesem Moment eine Entscheidungshilfe sucht, will keine Bilder von glücklichen Menschen, die ihre Probleme gelöst haben. Das wäre eine Lüge. Die Bildsprache muss der emotionalen Wahrheit des Nutzungsmoments entsprechen: unsicher, suchend, offen.

Abstrakte, kontemplativen Bilder geben Raum. Sie zeigen nicht, was gedacht werden soll — sie schaffen die Bedingungen dafür, dass gedacht werden kann. Das ist genau das, was die Plattform als Tool tut.

Kapitel 06

Grafische Elemente & Icons

Drei Gestaltungsmittel bilden das visuelle Vokabular: das Φ-Motiv, die horizontale Linie und ein konsistentes Icon-System.

Das Φ als dekoratives Element

Das Signet kann als Hintergrundelement eingesetzt werden — stark vergrößert, stark reduziert in der Opazität (5–10%), nie dominant. Es dient als texturale Tiefe, nicht als graphisches Ornament.

Φ als dekoratives Hintergrundmotiv

Linien & Trennelemente

Horizontale Linien sind das primäre Strukturierungsmittel. Immer 1px, immer in Asche oder Schatten. Nie dekorativ dickere Linien. Die linke Akzentlinie (3px, Violett) ist ausschließlich für Begründungs- und Zitat-Blöcke reserviert.

Trennlinie Standard — 1px Asche
Kapiteltrennlinie — 2px Tinte
Linke Akzentlinie — 3px Violett — Nur für Zitate und Begründungen

Icon-System

Line-Icons, 1.5px Stroke, Square Linecap. Immer auf einem 24×24px Grid. Keine gefüllten Icons. Keine runden Ecken im Stroke.

Suche
Menü
Perspektiven
Korpus
Nutzer:in
Abschluss
Zeit
Quelle
Begründung — Grafische Elemente

Das Φ als dekoratives Motiv schafft ein wiedererkennbares Muster ohne Überladung. Es erscheint im Hintergrund — wie ein Gedanke, der immer präsent ist, aber nicht aufdringlich. Die 1px-Linien sind das strukturierende Element eines Systems, das Klarheit priorisiert. Raster und Linien sind nicht dekorativ, sie sind funktional. Square-Linecaps bei Icons passen zur geometrischen, kantigen Sprache des Logos.

Kapitel 07

Tonalität & Sprache

Philosophia spricht klar, direkt und ohne akademischen Abstand. Die Sprache macht Philosophie zugänglich — ohne sie zu vereinfachen.

Sprachprinzipien

Direkt, nicht akademisch

Keine Fachterminologie ohne Erklärung. Kein aufgeblähtes Satzbau. Philosophische Konzepte werden mit einem Satz eingeführt, dann angewendet.

Respektvoll, nicht bevormundend

Die Nutzer:in ist kompetent. Philosophia erklärt, aber urteilt nicht. Die Sprache respektiert die Komplexität der Situation.

Quellenbasiert, nicht meinend

Alle Aussagen sind verankert. „Epiktet schreibt …" — nicht „Die Philosophie sagt …". Immer benannt, immer rückverfolgbar.

Einladend, nicht fordernd

Die Plattform bietet an, schlägt vor, zeigt auf. Sie fordert keine Entscheidung und drängt nicht. Die Entscheidung liegt bei der Person.


Sprache in der Praxis

✓ So
„Marc Aurel stand vor einer ähnlichen Entscheidung: Pflicht gegen Mitgefühl."
✕ Nicht so
„Die Philosophie des Stoizismus lehrt uns, dass man immer das Richtige tun soll."
✓ So
„Aus buddhistischer Sicht ist die Frage nach 'richtig' oder 'falsch' selbst Teil des Problems."
✕ Nicht so
„Du musst lernen, loszulassen. Das ist die Lösung."
✓ So
„Diese Perspektive verändert nicht die Situation — aber möglicherweise den Blick darauf."
✕ Nicht so
„Philosophie wird dir helfen, dein Leben in den Griff zu bekommen!"

Wording-Regeln

Vermeiden

Lösung · Antwort · richtig · falsch
Tipp · Rat · solltest du · musst du
einfach · simpel · klar ist
immer · nie (als Absolutaussage)

Bevorzugen

Perspektive · Blickwinkel · Lesart
könnte · legt nahe · lässt sich
unterscheidet · betont · fragt
diese Schule · Epiktet · nach Kant

Begründung — Tonalität

Die Zielgruppe befindet sich in einem Moment echter Unsicherheit. Autoritative oder bevormundende Sprache wäre nicht nur unangemessen — sie wäre kontraproduktiv. Menschen in Dilemmata-Situationen wollen nicht belehrt werden. Sie wollen sehen. Die Sprache muss das respektieren.

Die quellenbasierte Sprache ist gleichzeitig Qualitätsmerkmal und Vertrauensbasis: Philosophia sagt nicht, was gedacht werden soll — es zeigt, was andere gedacht haben. Das ist die Ehrlichkeit, die das System auszeichnet.

Kapitel 08

Layout & Raster

Klarheit entsteht durch Struktur. Das Rastersystem von Philosophia basiert auf einem 8px-Grundmodul und einem 12-Spalten-Grid.

Basisraster

12-Spalten-Grid · Gutter: 24px · Außenabstand: 48px (Desktop) / 24px (Mobile)


Spacing-System — 8px Basis

s1 = 8px
Innerhalb von Komponenten, Label-Abstände
s2 = 16px
Komponenten-Innenpadding, enge Abstände
s3 = 24px
Standard Gutter, Card-Padding
s4 = 32px
Abstand zwischen Abschnitten innerhalb einer Sektion
s5 = 48px
Sektionsabstand, Außenränder
s6 = 64px
Kapitelabstand, große Sektionen
s7 = 96px
Hero-Bereiche, Cover-Padding

Weißraum-Regeln

Weißraum ist Inhalt

Freier Raum ist kein Platzverschwendung. Er gibt den philosophischen Perspektiven Gewicht. Ein Gedanke braucht Luft um sich herum.

Keine volle Breite

Lesezeilen: maximal 680px Breite für Fließtext (ca. 75 Zeichen). Paragraphen in 2/3 der Breite erzeugen Ruhe und verbessern die Lesbarkeit.


Layoutprinzipien

Kapitel-Opener: starke horizontale Linie, dann Überschrift, dann Inhalt mit großzügigem Abstand

Zitat-/Begründungsblock: immer mit linker Violett-Linie, klar abgesetzt vom Haupttext

Begründung — Layout

Das 8px-Raster ist ein Industriestandard für digitale Interfaces und sorgt für konsistente, harmonische Proportionen auf allen Bildschirmauflösungen. Das 12-Spalten-Grid ist ausreichend flexibel für komplexe Layouts, aber klar genug für die Reduktion, die Philosophia anstrebt. Weißraum ist hier kein Luxus — er ist das gestalterische Äquivalent des philosophischen „Innehalten": Raum für Denken.

Kapitel 09

Anwendungsbeispiele

Das Markensystem im Einsatz — von der App bis zur Visitenkarte.

App Interface

Die Hauptoberfläche zeigt die philosophischen Perspektiven als Karten mit linker Akzentlinie. Die Hierarchie ist klar: Schulname → Kerngedanke → Quelle.

9:41
Deine Situation
„Ich weiß nicht, ob ich den Job annehmen soll — er zahlt mehr, aber ich müsste meine Familie weniger sehen."
3 Perspektiven
Stoizismus · Epiktet
Die Frage ist nicht, was du wählst — sondern, was du kontrollieren kannst. Der Job ist äußerlich. Die Beziehung zu deiner Familie: innere Haltung.
Existenzialismus · Sartre
Du bist zur Freiheit verurteilt. Keine äußere Norm kann dir diese Wahl abnehmen — das ist Last und Würde zugleich.
Konfuzianismus
Die Pflicht gegenüber der Familie ist ein Fundament. Ohne dieses Fundament ist jeder Erfolg hohl.

Interface-Prinzipien

Klare Hierarchie

Violette Linie = aktive Perspektive. Helle Linie = weitere Perspektiven. Klare visuelle Gewichtung.

Keine Empfehlung

Das Interface zeigt nie, welche Perspektive „besser" ist. Keine Bewertungs-Sterne, kein Ranking.

Quellenangabe

Jede Karte zeigt Schule und Denker. Kein anonymes Zitat, keine KI-Stimme ohne Anker.


Website / Landing Page

Die Website kommuniziert das Angebot klar in einem einzigen Scroll. Keine Feature-Listen, kein Marketing-Speak. Eine Headline, ein kurzer Satz, ein CTA.

Entscheidungshilfe durch Philosophie
Denk es
durch.
Beschreib deine Situation. Philosophia zeigt dir, wie verschiedene Denker sie gesehen hätten. Die Entscheidung liegt bei dir.
Situation schildern →

Social Media — Instagram

Quadratische Posts zeigen philosophische Gedanken mit Quellenangabe. Dunkler Hintergrund, klares Zitat in Cormorant Garamond italic, Schulname als farbiges Label.

Stoizismus
„Beherrsche, was du beherrschen kannst. Alles andere ist nicht dein."
Epiktet, Encheiridion

Social Media Regeln

Immer: dunkler Hintergrund. Immer: Zitat + Schule + Quelle. Immer: Logo unten links.

Nie: Motivationssprüche ohne Quelle. Nie: heller Hintergrund ohne explizite Variante. Nie: mehr als ein Zitat pro Post.


Visitenkarte

Einseitig, dunkel. Name in Cormorant Garamond, Rolle und Kontakt in Inter. Φ-Motiv als Hintergrundelement. Keine Dekoration außer dem System.

Jaron Markgraf
CEO · Founder
philosophia.app
Begründung — Anwendungsbeispiele

Jede Anwendung folgt denselben Grundprinzipien: starker Kontrast, klare Hierarchie, und das Φ-Signet als Ankerpunkt. Das Interface zeigt explizit keine Empfehlung — das ist eine gestalterische Entscheidung, keine Einschränkung. Die Visitenkarte ist dunkel, weil sie das Projekt repräsentiert, nicht eine Person. Social Media Posts sind immer quellenbasiert — weil die Marke darauf basiert, dass nichts erfunden wird.

Kapitel 10

Don'ts — Fehlervermeidung

Konsistenz entsteht durch das konsequente Vermeiden von Abweichungen. Diese Fehler zerstören die Markenidentität am schnellsten.

Logo verzerrt
+ falsche Farbe

Das Logo nie verzerren, rotieren oder in Sonderfarben zeigen

Das Signet existiert nur in Tinte, Kreide oder Violett — und immer in korrekten Proportionen. Rotationen sind verboten. Verfremdungen zerstören den geometrischen Charakter des Zeichens.

Farbverlauf

Keine Farbverläufe, keine Farben außerhalb der Palette

Die Farbpalette ist fix. Kein Gradient, keine Pastellvarianten, kein Dark-Mode in einer anderen Farbe als Tinte. Abweichungen von der Palette heben die Systematik auf und verwässern die Marke.

Philosophia

Keine anderen Schriftarten verwenden

Nur Cormorant Garamond und Inter. Nicht System-Fonts, nicht Varianten, nicht ähnliche Schriften. Wenn die Google Fonts nicht laden, ist der korrekte Fallback: Georgia (Display) und system-ui (Body).

⭐⭐⭐⭐⭐
„Beste Lösung!"
✅ Empfohlen

Keine Wertungen, Rankings oder Empfehlungen im Interface

Das Kernversprechen der Marke ist: Philosophia urteilt nicht. Sterne, Rankings, Highlights oder farbliche Hervorhebungen einer Perspektive widersprechen der Markenphilosophie fundamental. Dieser Fehler ist nicht optisch — er ist konzeptionell.

"Folge deinem
Herzen! 💪✨🚀"
— Die Philosophie

Keine Zitate ohne Quellenangabe, keine motivationalen Phrasen

Jede Aussage im System und in der Kommunikation muss einem Denker oder einer Schule zugeordnet sein. „Die Philosophie sagt …" ist keine Quellenangabe. Motivationaler Ton widerspricht der Haltung der Marke vollständig.

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Keine vollflächige Farbigkeit, kein Overload

Violett wird sparsam eingesetzt: als Akzent, als Linie, als Label. Violette Flächen über ganze Screens oder Abschnitte widersprechen dem reduktiven Designprinzip. Das System lebt von Weißraum — er darf nicht durch Farbe gefüllt werden.

Begründung — Fehlervermeidung

Diese Don'ts sind keine willkürlichen Verbote. Jeder Fehler würde eine der vier Markenwerte untergraben: Klarheit (überladene Layouts), Tiefe (motivationale Phrasen ohne Substanz), Ehrlichkeit (Empfehlungen, die das System nicht geben darf) oder Zugänglichkeit (Verwirrung durch Inkonsistenz).

Philosophia

Dieses Brandbook ist Teil der Konzeptionsarbeit im Rahmen des Integrativen Projekts an der HAWK Hildesheim, Fakultät Gestaltung.

Version 1.0 · 2026 · BA Gestaltung